Über mich:
Warum ich ein
Kulturfuchs bin.
Hallo, ich bin der Albin=). Wenn es in Graz dunkel wird und die meisten Menschen nach Hause gehen, beginnt meine Zeit. Ich bin dein Nachtwächter.
Ein ehrbarer, ehrloser Beruf
Früher war der Nachtwächter eine lebende Schandtat. Er hatte zwar einen der wichtigsten Jobs der Stadt – er passte auf, dass kein Feuer ausbrach und keine Feinde kamen –, aber die Gesellschaft verachtete ihn. Er galt als „ehrlos“ und musste am Rand der Gemeinschaft leben, genau wie Henker oder Huren.
Mich haben genau diese Schattenseiten schon immer mehr fasziniert als der Glanz der Herrscher. Wenn du mit mir gehst, erzähle ich dir nicht von prunkvollen Adelshäusern, sondern von den echten, rauen Schicksalen: von Mördern und ihren Henkern, von den vergessenen Frauen der Hexenverfolgung und dem harten Leben auf der Straße.
Ich bin Geschichtenerzähler. Mein Ziel ist es nicht, ein Programm abzuspulen, sondern dir ein cooles Erlebnis zu schaffen. Mal unheimlich, mal mit einer kräftigen Prise schwarzem Humor.
Wo das Licht ausgeht
Die Beschäftigung mit der Dunkelheit ist für mich aber kein reines Hobby für den Feierabend. Mich faszinieren die Themen Tod, Sterben und Trauer ganz tief. Wo andere wegschauen, weil es unbequem wird, schaue komischerweise gerne ich hin. Deshalb arbeite ich im echten Leben auch als freier Trauerredner und begleite Menschen ehrenamtlich im Hospiz.
Für mich gehört das alles zusammen: die alten Geschichten der Nacht und der respektvolle, ehrliche Umgang mit der Vergänglichkeit im Hier und Jetzt. Der Nachtwächter hat eine große Aufgabe in der Erhaltung von alten Traditionen und Bräuchen.
Komm einfach mal mit mir mit – egal ob auf einen nächtlichen Streifzug durch die Gassen oder bei den großen Fragen, die das Leben (und das Sterben) so mit sich bringen.
Meine Mission & Meine Vision
Meine Mission: Was ich jeden Tag tue Ich breche das Schweigen und das Vergessen. Meine Aufgabe ist es, den Toten der Vergangenheit eine Stimme zu geben und den Lebenden der Gegenwart den Raum für ihre schwersten Momente zu öffnen. Ich verbinde Kultur, Geschichte und die großen Fragen des Lebens zu ehrlichen, packenden Momenten. Egal, ob ich als Nachtwächter durch die finsteren Gassen von Graz führe oder als Trauerredner eine Lebensgeschichte würdige: Ich schaue hin, wo andere wegschauen, und mache das Unbequeme greifbar.
Meine Vision: Wo ich hinsteuern möchte Ich möchte eine Kultur prägen, in der das Morbide, die Schatten der Geschichte und vor allem der Tod wieder einen natürlichen, respektierten Platz mitten im Leben haben. Weg von der Tabuisierung, hin zu einem angstfreien, ehrlichen Umgang mit unserer Vergänglichkeit. Der Kulturfuchs steht für eine Welt, in der Geschichten nicht nur unterhalten, sondern uns tief berühren und uns daran erinnern, wer wir im Kern sind.
Warum der Kulturfuchs?
Vielleicht fragst du dich, warum mein Unternehmen ausgerechnet Kulturfuchs heißt. Der Fuchs ist ein Grenzgänger. Er schleicht zwischen den Welten, ist schlau, anpassungsfähig und sieht im Dunkeln messerscharf. Genau so sehe ich meine Arbeit: Ich stöbere die verborgenen, fast vergessenen Geschichten bei Gesprächen mit älteren Menschen, in Archiven und auf Flohmärkten auf und bringe sie ans Licht. Der Fuchs geht ähnlich vor, er schleicht umher, sammelt Informationen und weiß diese gut und gekonnt einzusetzen. Aber in der europäischen Kultur hat der deshalb leider einen schlechten Nachruf erhalten – das finde ich schade. Umso mehr finde ich dieses Tier spannend, denn in der asiatischen Kultur wird er ganz anders dargestellt. Dies ist jedoch eine andere Geschichte.
Ich erzähle auch gerne Märchen - meist auf Veranstaltungen.
Märchen sind für mich weit mehr als nur nette Gute-Nacht-Geschichten für Kinder. Die alten, überlieferten Märchen tragen uraltes Wissen in sich. Sie spiegeln unsere tiefsten Ängste, Krisen und Hoffnungen wider. Als Märchenerzähler nutze ich diese Geschichten als Brücken für die Seele. Sie können trösten, Mut machen und uns dabei helfen, eigene Wunden zu verstehen und zu heilen. In einer Welt, die oft viel zu laut und rational ist, schenken diese Erzählungen uns genau den Raum und die Ruhe, die wir manchmal so dringend zum Atmen brauchen.
